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Betriebs- und Nachbauanleitung · Wohnhaus mit Loxone-Automation
Ausgabe 08/2026 · Blatt 1 von 7
Kapitel 0 Titelblatt und Kennwerte · Höflein, Niederösterreich

Ein Haus,das mitdenkt.

Die Anleitung zu einem echten, laufenden Smart Home in Österreich. Lokal gesteuert, ohne Cloud, ohne Abo. Erst die Bildtafeln aus dem Betrieb, dann die Anleitung zum Nachbauen.

Bild 1 · Wand-Dashboard im Betrieb Aufnahme 14.08.2026 · 20 Sekunden, ungeschnitten
Wand-Dashboard im Betrieb: Wetter, Uhr, PV-Anlage, Pflanzen-Fühler, Batterie und Netzanschluss auf einem Bildschirm

Seitlich schieben oder antippen, um Einzelheiten zu lesen

Bild 1

Das ist der Bildschirm, der im Haus an der Wand hängt – aufgenommen im laufenden Betrieb, mit tickender Uhr und fließender Energie. Tipp auf eine Nummer, um die zugehörige Zeile in der Legende zu finden.

HinweisJede Bildtafel in dieser Anleitung ist ein Bildschirmfoto aus dem laufenden System – keine Renderings, keine Musterdaten. Personendaten sind anonymisiert; wo ein Zustand zur Veranschaulichung gesetzt wurde, steht es an der Tafel.

1

Vier Schichten,
ein durchdachtes System

Im Kern ist ein Smart Home einfach: viele Geräte lernen dieselbe Sprache, eine Zentrale redet mit allen. Wer das Prinzip versteht, kann jedes weitere Gerät nach demselben Muster einbinden. Ein gutes System drängt sich dabei nicht auf – es entlastet, läuft lokal und gehört dir.

1.1 Schnitt durch die Anlage

4 3 2 1
  1. 1

    Die Geräte

    Lampen, Sensoren, Wärmepumpe, Kameras, Solaranlage – jedes spricht seine eigene Sprache.

  2. 2

    Die Übersetzer

    Hubs dolmetschen: Sie übersetzen jede Geräte-Familie in ein einheitliches Format.

  3. 3

    Die Zentrale

    Ein kleiner Rechner läuft rund um die Uhr, sammelt alles, merkt sich den Verlauf, verteilt Befehle.

  4. 4

    Die Oberfläche

    Das Dashboard am Wand-Tablet und am Handy. Hier siehst und bedienst du alles – mühelos.

1.2 Die Sprachen im Haus

Übertragungswege und wofür sie im Haus verwendet werden
KürzelArtVerwendung im Haus
WLANFunk, netzgespeistStrom-Geräte wie Kameras und Steckdosen.
ZigbeeFunk, sparsamNahfunk für Batterie-Sensoren.
MQTTNachrichtendienstDas „schwarze Brett“, das Nervensystem im Haus.
ModbusIndustrie-BusRobuste Sprache für die Solaranlage.
HmIPFunk, proprietärFenster- und Türkontakte, Mess-Steckdosen.
LoxoneverkabeltProfi-Steuerung für Rollos, Raffstore, Licht.

MerkeLokal heißt: Das Haus läuft weiter, auch wenn das Internet ausfällt. Deine Daten bleiben zu Hause, es gibt keine Abogebühr, und alles greift ineinander statt in zehn getrennten Hersteller-Apps.

2

Neunzehn Ansichten,
alle aus dem echten Haus

Kein Marketing-Bild. Wähle links ein Gewerk und sieh, was das System an dieser Stelle tut – dazu jeweils die Technik dahinter und die Logik, die im Hintergrund entscheidet. Personendaten anonymisiert.

2.1 Anlagenverzeichnis

Echtes Dashboard · anonymisiert

PV-Anlage

Energie

Die Logik dahinter

Technik & Datenfluss

2.2 Wenn sich das Haus meldet

Garage offen, Druck läuft, Musik spielt, Tonne muss raus. Vier Fenster aus dem laufenden Dashboard – die Zustände sind zur Veranschaulichung gesetzt, Personendaten anonymisiert.

Zutritt-Fenster: Garagentor offen
Bild 2Zutritt. Garagentor offen. Ein Blick zeigt, was gerade offen ist – live aus dem Zutritt-Fenster.
Musik-Fenster: Spotify spielt Get Lucky
Bild 3Musik. „Get Lucky“ – zentral über alle Räume, direkt im Musik-Fenster.
Drucker-Fenster: Bambu Lab druckt 47 Prozent
Bild 43D-Druck. 47 % · Layer 128/240 · Kammerkamera live – der Druck im Blick.
Dashboard-Karte: Gelbe Tonne rausstellen
Bild 5Alltag. Gelbe Tonne raus. Erinnerung direkt am Wand-Dashboard – morgen ist Abholung.
3

So kommen die Daten rein,
und die Befehle raus

Damit ein Fingertipp am Tablet wirklich das Rollo bewegt, muss die Zentrale mit jedem Gerät reden können – jedes in seiner eigenen Sprache. Hier ist, wie das konkret funktioniert.

3.1 Die Verbindung zu Loxone

Standleitung zum Miniserver

Standleitung

Der Server hält eine dauerhaft offene „Telefonleitung“ (WebSocket) zum Loxone-Miniserver – kein ständiges Nachfragen, die Verbindung bleibt rund um die Uhr bestehen.

Sicherer Login

Angemeldet wird per kryptografischem Token-Handshake – das Passwort geht nie im Klartext über die Leitung.

Live-Push

Loxone meldet von sich aus jede Wertänderung – Licht an, Rollo fährt, Tür auf – und der Server merkt sich sofort den aktuellen Stand von allem.

Das Telefonbuch

Eine einmalig geladene Datei übersetzt Loxones interne ID-Codes in Namen und Räume – so weiß der Server, welche ID welches Gerät und welcher Raum ist.

Befehle raus

Etwas schalten geht als kurze Web-Anfrage /jdev/sps/io/<Geräte-ID>/<Befehl> – Licht „On“, Rollo „FullDown“, das Nuki-Schloss über Ausgang 1/2/3.

Wächter

Ein Watchdog bemerkt eine tote Leitung nach rund 75 Sekunden und verbindet neu – und zieht sich nach wiederholten Fehlern bewusst zurück, um sich nicht selbst auszusperren.

3.2 Wie gelesen und geschaltet wird

Übertragungswege im Haus und die daran hängenden Geräte
WegAngebundene Geräte
Loxone (WebSocket)Licht, Beschattung, Kontakte: live lesen und schalten.
WLAN / HTTPShelly-Relais (Garagentor, Pool), Kameras und die Wallbox.
MQTTSolarspeicher, Zigbee-Sensoren, 3D-Drucker: das „schwarze Brett“ im Haus.
ModbusDie Victron-Solaranlage im Detail (Industrie-Standard).
ZigbeeBatterie-Sensoren (Temperatur, Bodenfeuchte, Kontakte) über einen lokalen Funk-Hub.
Bluetooth (BLE)Der Mähroboter, über ESP32-Reichweitenverstärker im Garten.
EEBUSDie Wärmepumpe: Live-Leistung direkt am Gerät ausgelesen.
Home AssistantBrücke zu Vaillant und den Sprachassistenten.

3.3 Daten von außen

Externe Datenquellen und wofür sie im Haus gebraucht werden
QuelleWofür
Eigene WetterstationTemperatur, Regen, Wind, Sonne (über Weather.com).
RegenradarAnimierte Karte von einem kostenlosen Radar-Dienst (RainViewer).
Wetter-VorhersageEin lokaler Vorhersage-Dienst für den Blick nach vorn (Mähen, Beschattung).
Strom-BörsenpreiseStündliche Preise (aWATTar) für günstiges Laden und Heizen.
Solar-PrognoseDer erwartete PV-Ertrag (Solcast).
Google-KalenderAls privater iCal-Feed eingebunden und selbst ausgewertet (keine Google-Anmeldung nötig), alle 5 Minuten aktualisiert.
MüllkalenderAutomatisch von der Kalender-Seite der Gemeinde gelesen (Restmüll, Bio, Papier, Gelber Sack, Wertstoffzentrum), alle paar Stunden.
HeurigenkalenderAus der Gemeinde-Seite und dem offiziellen NÖ-Heurigenportal zusammengeführt.

MerkeFast alles läuft lokal im eigenen Netz – die Cloud kommt nur dort ins Spiel, wo es sein muss: Wetter, Kalender und Börsen-Strompreise.

4

Vier Logiken,
die von selbst entscheiden

Jede dieser Logiken prüft erst und handelt dann. Die Prüfkette über jedem Ablauf zeigt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, bevor das Haus etwas tut.

4.1 Mähen: „Sepp“ mit Wetter, Hitze und Tor

Zeitplan fällig
Trocken?
Unter 30 °C?
Tor offen?
Er fährt los

Mähroboter „Sepp“

Zeitplan

Sepp mäht nach festem Wochenplan – aber jeder Lauf wird vorher gegen Wetter und Gartentor geprüft.

Regen-Stopp

Drei Quellen entscheiden „ist es nass?“ – der Funk-Regensensor am Dach, die eigene Wetterstation (ab 0,2 mm/h) und eine 3-Stunden-Vorhersage. Auch nach viel Regen am Vortag bleibt er stehen.

Hitze-Stopp

Ab 30 °C (jetzt oder in den nächsten 4 h laut Vorhersage) pausiert er – heißes Mähen verbrennt den Rasen.

Vorziehen

Ist für morgen Regen gemeldet und heute trocken, mäht er lieber heute – statt morgen auf nassem Gras.

Tor-Logik

Die hintere Wiese liegt hinter dem Gartentor. Sepp fährt nur hin, wenn der Zigbee-Kontakt „offen“ meldet – sonst wartet er bis zu 60 Minuten, sonst lässt er sie aus.

Sicherheit

Startet nur aus der Ladestation heraus; ein unklarer Torstatus gilt als „zu“, damit er nicht blind losfährt.

4.2 Legionellenschutz: Hygiene mit Sonnenstrom

Woche ohne Zyklus?
PV-Überschuss ≥ 1,2 kW?
Sonst: billigste Börsenstunde
Auf 70 °C

Warmwasserspeicher

Warum

Einmal pro Woche wird der Warmwasserspeicher auf 70 °C aufgeheizt – das tötet Legionellen zuverlässig ab. Die geräteeigene Funktion ist dafür aus, das Smart Home übernimmt es.

Am liebsten Sonne (Mo–Sa)

Das System sucht das beste PV-Überschuss-Fenster der Woche und heizt nur, wenn genug Solar übrig ist (ab ca. 1,2 kW Überschuss) – so kostet die Hygiene fast nichts.

Notfalls günstig (Sonntag)

Gab es bis Samstag kein gutes Sonnenfenster, nutzt es am Sonntag die billigste Börsen-Stunde – spätestens um 18:00 wird zwangsweise gestartet, damit keine Woche ohne Zyklus endet.

Fertig-Erkennung

Beendet, sobald der Speicher 70 °C erreicht (Sicherheits-Stopp nach spätestens 4 h). Danach stellt es die normale Warmwasser-Temperatur wieder her.

Vorrang

Während des Laufs pausiert der Energiemanager alles andere an der Wärmepumpe (kein Extra-Warmwasser, kein Kühlen) – der Hygiene-Lauf besitzt das Warmwasser, weil es nur einen Kältekreis gibt.

4.3 Bewässerung: gießt nur, wenn nötig

Zonen-Plan fällig
Kein Regen gemeldet?
Boden trocken genug?
Ventile öffnen

Gartenbewässerung

Zeitplan je Zone

Vier Garten-Zonen (z. B. Wiese, Terrasse, Blumenkisten) haben je einen eigenen Wochenplan mit Startzeit und Dauer.

Ventile direkt

Der Server öffnet die Ventile selbst – teils Shelly-Relais (per WLAN), teils Zigbee-Wasserventile. Sie öffnen 5 Sekunden versetzt für sanften Druckaufbau (nicht über Loxone).

Regen-Sperre

Regnet es gerade (Funk-Regensensor, sonst Wetterstation ab 0,2 mm/h) oder sind für heute ≥ 2 mm Regen vorhergesagt, fällt die Bewässerung aus.

Bodenfeuchte-Sperre

Jede Zone hat einen Zigbee-Bodenfühler mit eigener Schwelle (z. B. Wiese 50 %, Kräuter 60 %). Ist der Boden feucht genug, wird nicht gegossen – auch ein laufender Guss wird abgebrochen.

Fail-safe & Sicherheit

Fehlt ein Fühlerwert, wird zur Sicherheit trotzdem gegossen; jede Zone hat eine maximale Laufzeit als Not-Aus, und ein Kontroll-Lauf gleicht alle 2 Minuten den echten Ventilzustand ab.

4.4 Nacht-Einspeisung: die Batterie verkauft, wenn es zählt

Fenster ca. 19–8 Uhr
Über Reserve · Zelle ≥ 2,90 V
Auto lädt nicht?
0,5–2 kW einspeisen

Hausspeicher, 30 kWh

Warum

Der 30-kWh-Hausspeicher ist abends oft noch gut gefüllt – und morgen scheint wieder die Sonne. Statt die Energie ungenutzt liegen zu lassen, speist das Haus sie nachts gezielt ins Netz: Wir sind Mitglied der Energiegemeinschaft Höflein, und nachts speist dort fast niemand ein – unser Strom wird direkt in der Nachbarschaft verbraucht und fix vergütet, statt tagsüber im Börsen-Tief unterzugehen.

Das Fenster lernt selbst

Aus den Abrechnungsdaten der Gemeinschaft (387 Zähler) lernt das System, wann die Gemeinschaft selbst PV-Überschuss hat – derzeit ca. 9 bis 18 Uhr. Exportiert wird nur außerhalb, aktuell also ca. 19 bis 8 Uhr. Ändert sich das Verhalten der Nachbarschaft, wandert das Fenster automatisch mit.

Budget statt Bauchgefühl

Vor jeder Nacht wird gerechnet: Wie viel liegt über der Reserve in der Batterie – und wie viel lädt die Sonne laut Solar-Prognose morgen nach? Nur dieser Überschuss wird verkauft, die Prognose bewusst vorsichtig mit 60 % angesetzt, damit der Speicher am nächsten Abend sicher wieder voll ist. Die Stunden mit der besten Vergütung bekommen den Zuschlag.

Schonend statt Volllast

Das Nacht-Budget wird über alle lohnenden Stunden gestreckt – typisch 0,5 bis 2 kW statt maximaler Entladung. Das schont die Batterie, und ein Feinregler justiert den Sollwert alle 15 Sekunden nach.

Schutzregeln zuerst

Fällt eine der 32 Batteriezellen unter 2,90 V, stoppt der Export sofort; unter 20 % Ladung geht grundsätzlich nichts. Lädt das Auto, pausiert der Export (die Batterie speist nie die Wallbox); läuft die Wärmepumpe ohne PV-Deckung oder speist die Gemeinschaft gerade selbst ein, wird ebenfalls pausiert.

Kontrolle

Die Energie-Zeitachse im Dashboard zeigt 24 h Messung und 48 h Plan in einem Chart; jeden Morgen um 06:10 kommt ein Nachtbericht, und ein Watchdog prüft minütlich – klemmt etwas, meldet sich das Haus am Handy.

Bild 6–8 Was dabei gemessen wurde
Energie-Zeitachse: 24 h gemessen und 48 h Plan in einem Chart
Bild 6Energie-Zeitachse. Links 24 h gemessen (volle Farben), rechts 48 h Plan (blass/gestrichelt) – PV gelb, Einspeisung grün, Batterie blau, Börsenpreis grau. Die grünen Nacht-Blöcke sind der geplante Export.

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Energiegemeinschaft Höflein Tagesansicht: nachts kein Überschuss der Gemeinschaft, unsere Einspeisung liefert
Bild 7Tagesansicht. 15-Minuten-Raster: Nachts hat die Gemeinschaft keinen Überschuss – nur rote Restbezugs-Balken. Genau dann läuft unsere grüne Einspeisung durch; die große Spitze zur Mittagszeit ist der normale PV-Überschuss.

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Energiegemeinschaft Höflein Monatsansicht: Überschuss der Gemeinschaft und unsere Einspeisung
Bild 8Monatsansicht. Abrechnungsdaten von egon.energy: blaue Balken = Überschuss der Gemeinschaft tagsüber, grüne Linie = unsere Einspeisung – bewusst genau dann, wenn die Gemeinschaft nichts übrig hat.

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Messprotokoll Vorher / nachher
Vorher · Normalmodus (Nulleinspeisung)
Ø 1,2 kWh · 0,14 € pro Nacht

Die Batterie deckt nachts nur das eigene Haus, eingespeist wird kaum etwas. Gemessen über 31 Nächte im Juni/Juli – zusammen gerade einmal 38 kWh.

Jetzt · optimierter Modus mit unserer Logik
Ø 8,8 kWh · 1,05 € pro Nacht

Rund das Siebenfache – gemessen über die ersten 13 Nächte seit Ende Juli: zusammen 115 kWh und 13,70 €. Beste Nacht bisher: 11,9 kWh → 1,51 €. Ehrlich gesagt: Reich wird man damit nicht – aber es läuft vollautomatisch, schont die Batterie und die Energie bleibt in der Nachbarschaft.

Quelle beider Werte ist das eigene Protokoll night-export-history.jsonl des Energiemanagers.

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Zehn Bereiche,
ein Zuhause

Über Jahre gewachsen und im Alltag erprobt – das ist die Breite, die ein durchdachtes Smart Home abdeckt. Zwei Dinge kannst du hier direkt ausprobieren: das Licht und den Energiefluss.

5.1 Licht: Stimmung auf Knopfdruck

Loxone denkt Licht als Atmosphäre, nicht als „ein und aus“. Probier es aus – Helligkeit, Farbtemperatur und Szenen verändern den Raum live. Die Bühne links ist eine Simulation, kein Bildschirmfoto.

Simulation
80%
050100 %
2700 K
2200 warm6500 K kalt
Szenen

Im echten Haus lösen dieselben Szenen zusätzlich Beschattung, Musik und Klima aus – ein Tastendruck, der ganze Raum reagiert.

5.2 Energie: Sonne rein, Kosten runter

PV-Anlage, Hausbatterie und Wärmepumpe intelligent gesteuert – das Auto lädt bevorzugt mit Solar-Überschuss. Links das Schema (simuliert), rechts das echte System.

PV-Anlage 1.5 kW Batterie 76% Netz 0.0 kW Verbrauch 0.7 kW Haus Simulation · Werte laufen durch
Echtes Energie-Dashboard, anonymisiert
Bild 9Energie im echten Dashboard. Dieselben Größen, live gemessen. Eiserne Regel im Betrieb: die Batterie wird nie unter 20 % entladen.

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5.3 Bereichsverzeichnis

Die zehn Bereiche des Hauses mit ihren Kennzeichen
Kennz.BereichWas er tut

5.4 Insellösungen gegenüber einem System

Gegenüberstellung von Insellösungen und einem durchgängigen System
Im AlltagInsellösungenEin Loxone-System

5.5 In deiner Hand: Wand-Tablet und Handy

Was auf dem Dashboard zusammenläuft
BereichWas zusammenläuft
Sonne & WetterSonnenbahn, Prognose, Regen, Wind auf einen Blick.
Energie livePV, Batterie, Wärmepumpe, Netz – Autarkie in Echtzeit.
Sicherheit & ZutrittAlarm, Türen, Garage, Schloss – alles im Status.
AlltagMüllabfuhr, Wäsche, Mähroboter, Gieß-Fühler, Pool.
Wand-iPad: Live-Dashboard mit Wetter, Energiefluss, Terminen und Statusleiste, anonymisiert
Bild 10Wand-iPad. Aktuelle Ansicht, Stand 14.08.2026.

Seitlich schieben oder antippen, um Einzelheiten zu lesen

Handy-Dashboard als eigene Web-App: Wetter, Energie-Live-Fluss, Autarkie
Bild 11Handy. Dieselben Daten als eigene Web-App – dasselbe System, kleinerer Bildschirm.
6

Bau dein Dashboard
selbst

Ein ehrlicher Nachbau-Fahrplan vom leeren Tisch bis zum eigenen Smart-Home-Dashboard. Jeder Schritt ist einfach erklärt und bringt einen fertigen KI-Prompt mit: kopieren, in deine Lieblings-KI einfügen – und sie richtet den Schritt praktisch mit dir ein.

Du kennst schon die vier Schichten – Geräte, Übersetzer, Zentrale, Oberfläche. In diesem Kapitel bauen wir Schicht 3 und 4: einen kleinen Server (die „Zentrale") und darauf ein Dashboard (die „Oberfläche"). Am Ende steht dein erstes Fenster mit echten, laufend aktualisierten Daten. Geräte wie Loxone kommen im nächsten Kapitel dazu – jetzt geht es um das Fundament.

Was du brauchst

Ein kleiner Rechner

Läuft rund um die Uhr. Einstieg: ein Raspberry Pi 5. Empfohlen (wie im echten Aufbau): ein sparsamer Mini-PC, z. B. Intel N100, 16 GB RAM, SSD, LAN-Kabel.

Elektronik-Fachhandel

Proxmox VE

Kostenlose Virtualisierung: macht aus dem einen Rechner mehrere neu­startbare „Gäste". Praktisch – für den allerersten Start aber optional.

proxmox.com

Linux (Debian/Ubuntu)

Das Betriebssystem der „Zentrale" – schlank, stabil, kostenlos. Die Basis, auf der der Dashboard-Server läuft.

debian.org

Node.js

Die Laufzeit, die den Dashboard-Server ausführt – ganz ohne schweres Framework. Wir nehmen die aktuelle LTS-Version.

nodejs.org

Loxone-Miniserver, Home Assistant, Zigbee & Co. brauchst du fürs erste Fenster noch nicht – die kommen in den nächsten Kapiteln dazu.

Schritt für Schritt zum ersten Fenster

01

Hardware auswählen & anschließen

Alles läuft auf einem kleinen Rechner, der immer an ist. Zum Ausprobieren reicht ein Raspberry Pi 5; für den Dauerbetrieb ist ein sparsamer Mini-PC (x86, etwa 16 GB RAM, SSD, LAN) die bessere Wahl. Anschließen, per Kabel ins Heimnetz hängen – fertig.

KI-Prompt

Ich möchte zu Hause ein eigenes Smart-Home-Dashboard betreiben, das rund um die Uhr läuft. Empfiehl mir konkrete, stromsparende Server-Hardware: einen x86-Mini-PC mit etwa 16 GB RAM, SSD und kabelgebundenem LAN, in zwei bis drei Preisklassen, jeweils mit Vor- und Nachteilen. Sag mir außerdem, ob ein Raspberry Pi 5 für den Anfang ausreicht und wo dann die Grenzen liegen. Ich bin technisch interessiert, aber kein Profi.

02

Proxmox VE installieren

Proxmox verwandelt den Rechner in eine flexible Basis, auf der du saubere, neustartbare „Gäste" anlegst. Du lädst eine Installations-Datei (ISO) herunter, schreibst sie auf einen USB-Stick, bootest davon und klickst den Installer durch. Danach erreichst du Proxmox im Browser. Download: proxmox.com

KI-Prompt

Führe mich als kompletten Anfänger Schritt für Schritt durch die Installation von Proxmox VE auf einem Mini-PC: 1) die ISO-Datei von proxmox.com herunterladen, 2) unter Windows oder macOS einen bootfähigen USB-Stick erstellen (z. B. mit Balena Etcher oder Rufus), 3) den Mini-PC vom Stick booten und die Boot-Reihenfolge im BIOS einstellen, 4) den Proxmox-Installer durchklicken (Zielfestplatte, Passwort, Netzwerk und feste IP-Adresse), 5) mich anschließend im Browser unter https://<IP-des-Servers>:8006 anmelden. Erkläre jeden Schritt einfach und nenne typische Stolperfallen.

03

Eine Linux-Zentrale anlegen

In Proxmox erstellst du jetzt deine „Zentrale": einen schlanken Linux-Container (Debian). Er bekommt ein bisschen Rechenleistung und eine feste Adresse im Heimnetz – damit du ihn immer zuverlässig erreichst. Info: debian.org

KI-Prompt

Ich habe Proxmox VE installiert und erreiche die Weboberfläche auf Port 8006. Erkläre mir Schritt für Schritt, wie ich eine „Zentrale" als Linux-Server anlege: einen Debian-12-LXC-Container erstellen (Template herunterladen, 2 CPU-Kerne, 2 GB RAM, 16 GB Speicher, eine feste IP-Adresse im Heimnetz), den Container starten und mich per SSH einloggen. Gib mir die nötigen Klicks in der Oberfläche und die Konsolen-Befehle zum Kopieren.

04

Node.js installieren

Node.js ist der Motor, der unseren Dashboard-Server ausführt. Auf dem frischen Linux-Server installierst du die aktuelle LTS-Version und prüfst mit einem kurzen Befehl, dass alles bereit ist. Download: nodejs.org

KI-Prompt

Ich habe einen frischen Debian-12-Server, den ich per SSH erreiche. Installiere darauf Node.js in der aktuellen LTS-Version sauber inklusive npm und zeige mir, wie ich mit „node -v" und „npm -v" überprüfe, dass alles funktioniert. Gib mir die genauen Befehle zum Kopieren und erkläre kurz, was jeder Befehl macht.

05

Den Dashboard-Server aufsetzen

Jetzt kommt das Herzstück: ein winziger Web-Server in Node.js, der eine Seite ausliefert und Daten bereitstellt – bewusst schlicht, nur mit Bordmitteln (genau wie im echten Aufbau, ohne schweres Framework). Als Dienst eingerichtet, startet er nach jedem Stromausfall von allein.

KI-Prompt

Erstelle mir einen minimalen Smart-Home-Dashboard-Server in Node.js – ausschließlich mit dem eingebauten „http"-Modul, ohne Framework wie Express. Er soll: a) statische Dateien aus einem Ordner „public/" ausliefern, b) auf Port 8182 lauschen, c) eine Route „/api/zeit" anbieten, die die aktuelle Uhrzeit als JSON zurückgibt, d) eine „public/dashboard.html" mit einem dunklen Kachel-Raster ausliefern. Richte den Server außerdem als systemd-Dienst „dashboard.service" ein, der beim Booten automatisch startet. Gib mir jede Datei vollständig zum Kopieren und alle Terminal-Befehle zum Einrichten, Starten und Prüfen.

06

Das erste Fenster

Der letzte Schritt: eine erste Kachel, die echte Daten holt und sich selbst aktualisiert. Genau so entsteht jedes Fenster auf dem großen Dashboard – ein Kästchen, das eine Datenquelle abfragt und anzeigt. Danach Dienst neu starten, Seite öffnen, staunen.

KI-Prompt

Füge meiner „public/dashboard.html" das erste Fenster hinzu: eine Kachel als <div class="card">, die per fetch die Route „/api/zeit" abruft und die aktuelle Uhrzeit anzeigt und jede Sekunde aktualisiert (mit einer load- und einer render-Funktion). Gestalte die Kachel schlicht und dunkel, passend zum bestehenden Raster. Erkläre mir danach, wie ich den Dienst mit „systemctl --user restart dashboard.service" neu starte und das Dashboard unter http://<IP-des-Servers>:8182/ im Browser öffne.

Dein erstes Fenster steht.

Öffne http://<IP-deines-Servers>:8182/ – die erste Kachel zeigt jetzt echte, laufend aktualisierte Daten. Das ist das Fundament. In Kapitel 2 binden wir echte Geräte an (Loxone, Home Assistant, Zigbee), damit die Kacheln nicht die Uhrzeit, sondern dein Zuhause zeigen. Weiter zu Kapitel 2

Kommentare & Fragen

Steckst du bei einem Schritt fest, oder hast du einen Tipp? Schreib es hier rein. Neue Kommentare erscheinen nach kurzer Freigabe.

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A

Kein Verkauf.
Ein echtes System, ehrlich gezeigt

Alles hier läuft seit Jahren im eigenen Zuhause – jeden Tag, im echten Betrieb. Kein Render, kein Marketing-Versprechen, sondern gewachsene Technik zum Anschauen.

A.1 Kennwerte des Werks

Kennwerte dieses Projekts
KennwertWertBedeutung
Betriebsort der Daten100 % lokalDie Daten bleiben im Haus, kein fremder Server hört mit.
Entstehungüber JahreIm echten Alltag gewachsen, nicht am Reißbrett entstanden.
Laufende Kosten0,00 €Kein Abo, keine Cloud-Gebühr – einmal richtig gebaut.
Ansichten im Dashboard19Von der PV-Anlage bis zum Wartungs-Hub, alle im Betrieb.
Bereiche10Energie, Klima, Sicherheit, Garten, Haushalt und mehr.

A.2 Stand dieser Ausgabe

In ArbeitDiese Plattform und der Smart-Home-Gedanke dahinter befinden sich gerade im Aufbau. Aktuell ist das ein privates Projekt(noch) kein offizielles Gewerbe, kein kommerzielles Angebot, kein Verkauf. Ich zeige einfach, was ein durchdachtes, über Jahre gewachsenes Smart Home kann. Der Rest wächst Schritt für Schritt.

Angaben zu dieser Ausgabe
Ausgabe08/2026
MedieninhaberDaniel Prinz, Privatperson, Österreich
ZweckPrivates Hobbyprojekt · kein Gewerbe · kein Verkauf
BildquellenBildschirmfotos aus dem eigenen, laufenden System
Externe Dienste zur Laufzeitkeine · Schriften und Bilder liegen auf dieser Seite